Die erste Tour

Wir hatten uns überlegt, dass wir das erste Mal schlafen im Wohnmobil an einem Ort machen, wo wir ggf. jederzeit in Haus können, falls die Kinder nicht mit dem Wohnmobilschlafen zurecht kommen. Also machten wir uns auf den Weg zu meinen Bruder nach Rödermark. Sein neues Haus wollte ich sowieso mal sehen.

Die 600 km Fahrt kriegten wir auch schnell rum. Die Jungs konnten während der Fahrt spielen oder auch DVDs schauen (natürlich Schwammkopf hoch und runter).

Ab und zu durfte auch mal einer von den beiden vorne sitzen.

Abends kamen wir in Rödermark an und haben dann erstmal lecker gegessen. Als ich meine Bruder dann fragte, wo wir unser Wohnmobil denn zum Schlafen hinstellen sollen, meinte er, ich könnte ja am besten auf der Straße stehen bleiben, da seine Garagenauffahrt zu klein ist.

Um dem Lärm von vorbeifahrenden Autos zu umgehen, sind wir dann aber doch noch 500-600 Meter weiter auf den Parkplatz einer Sportanlage gefahren und haben dort unser Nachtlager aufgeschlagen.

In dieser Nacht haben hauptsächlich die Kinder gut geschlafen. Die ganze Nacht prasselte der Regen auf das keine 50 cm über uns liegende Dach. Dazu kam, dass meine Regierung bei jedem Auto, welches draußen vorbeifuhr bzw. angehalten hat (von dem Parkplatz aus, sind viele mit Ihren Hunden in den Wald gelaufen), hoch geschreckt ist (und mich dabei „unabsichtlich“ geweckt hat), weil sie dachte, gleich klopft es an der Wohnmobiltür. Natürlich war das immer, nachdem ich gerade weggedummelt war. Irgendwann war ich dann schon im Gedanken dabei, das Wohnmobil wieder zu verkaufen !

So ging die erste Wohnmobilnacht relativ unerfreulich rum und meine Regierung sagte zum ersten Mal: „das ist glaub ich nichts für mich !“

Am nächsten Tag haben wir dann den Opel-Zoo in Kronberg besucht. Trotz des bescheidenen Wetters, waren die Kinder begeistert.

Am Nachmittag beschlossen wir dann, uns mal einen richtigen Wohnmobilstellplatz anzuschauen. Leider war das gar nicht so einfach. Im Bordatlas konnten wir keinen Stellplatz in der näheren Umgebung finden. Der nächste etwas größere Stellplatz war ca. 35 km entfernt in Aschaffenburg (http://www.info-aschaffenburg.de/tourismus/willigisbruecke). Da wir nichts geplant hatten, haben wir uns halt dorthin auf den Weg gemacht.

Bei unserer Ankunft mussten wir feststellen, dass der Platz schon mehr oder weniger voll war. Wir konnten uns aber noch ganz vorne auf eine Wiese stellen, die zwar nicht direkt zum Stellplatz gehörte, aber dort standen auch schon andere Wohnmobile. Daraufhin spazierten dann erstmal über den Platz und verschafften uns einen Eindruck. Es standen ca. 30-40 Wohnmobile dort, die Stromversorgungskabel waren wild über den Platz zu den Stromsäulen gelegt. Es kamen immer wieder neue Wohnmobile, die im Kreis fuhren (einen Platz suchten), grüßten und weiterfuhren bzw. parkten.

Wir beobachteten eine ganze Zeit das treiben und beschlossen, am Abend hierher zu fahren und zu übernachten. Gesagt, getan. Wir sind gegen 22 Uhr bei meinem Bruder los gefahren und haben uns gegen 22.30 Uhr zwischen die verschiedenen Wohnmobile eingereiht. Es war schon dunkel und es regnete stark, so dass wir uns nur noch kurz für die Nacht fertig machten und dann ins Bett verkrochen. Die Kinder waren schon auf der kurzen Fahrt eingeschlafen, die brauchten wir nur in Ihre Etagenbetten zu legen.

Als wir uns in den Alkoven legten, schaltete ich den Fernseher ein, meine Regierung murrte noch kurz: „hier fühle ich mich wohl“ und dann ist sie auch sofort eingeschlafen. Die Nacht war ruhig, wir haben alle super geschlafen. Sogar zum Frühstück bei meinem Bruder sind wir 1 Stunde zu spät gekommen (wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn wir nicht die Brötchen hätten mitbringen sollen 😉 ).

Nach dem Frühstück haben wir uns dann auf die Rückfahrt nach Aurich gemacht.

Zu Haus angekommen haben wir dann als Fazit unserer ersten Tour festgehalten:

  • wir fühlen uns absolut wohl in unserem Wohnmobil
  • wir müssen noch viele lernen beim Umgang mit unserem Wohnmobil
  • wir übernachten in Zukunft nur noch auf Stell-/Campingplätzen
  • den Kindern machen die Touren richtig spass, aber
  • keine so langen Touren mehr mit den Kindern an einem Tag
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